Mittwoch, 1. Februar 2012

  Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) ist ein Zugvogel, sehr schlank mit gegabeltem und langem Schwanz und der Rücken ist blau-schwarz, metallisch glänzend.

Ich habe keine Ahnung warum dieses schöne Tier Rauchschwalbe heißt - wahrscheinlich, weil die Kehle der Rauchschwalbe kastanienbraun bis schwarz ist.

Meine Kehle oder besser gesagt meine Lunge ist bestimmt auch schwarz. Deswegen habe ich dieses – für mich große Projekt – auch „Projekt Rauchschwalbe“ genannt.

Heute ist der 01.02.2012. Das heißt für mich: Mein Projekt startet!

Obgleich ich eben noch eine Zigarette ausgedrückt habe, finde ich trotzdem, dass die Vorbereitung eines solchen Projektes auf jeden Fall festgehalten werden MUSS.

Ich bin 31 Jahr alt. Gott sei dank, habe ich gute Gene vererbt bekommen (Danke Mama). Daher werde ich immer jünger geschätzt. Ich weiß, dass bei einem solchen Projekt, das Aussehen nicht im Vordergrund stehen sollte – vielmehr die Gesundheit. Dennoch spielt es eine wesentliche Rolle für mich. Ich möchte einfach nicht mit Vierzig aussehen wie eine alte Ledercouch :-)

Die Gesundheit – das leidige Thema Gesundheit, wir setzten voraus, dass wir alle gesund bleiben. Wir wünschen uns zu jeder Gelegenheit Gesundheit. Wir sagen sogar Gesundheit, wenn jemand niest oder wenn wir anstoßen. Das Thema Gesundheit ist zu einer formalen Redewendung geworden. Wenn ich zu einer fremden Person, die im Fahrstuhl genießt hat ,“ Gesundheit“ sage, dann ist das zwar nett, aber bin ich mir wirklich bewusst, was ich gerade gewünscht habe? Ich kann diese Frage mit einem klaren „NEIN“ beantworten. Gesundheit ist die Voraussetzung für Alles! Wir müssen gesund bleiben, um unser Leben so führen zu können, wie wir es möchten.

Wir verwenden Gesundheit so lange als Floskel, bis sie uns tatsächlich betrifft. Wenn wir selbst oder ein Mensch krank wird, der uns nahe steht, bekommt das Wort Gesundheit eine ganz andere Bedeutung.

Mein Großvater ist an Lungenkrebs gestorben. Als wir seinen letzten Geburtstag feierten, stand er kurz vor seiner ersten OP. Es war ein nettes Restaurant. Die ganze Familie und seine besten Freunde waren da. Nach dem guten Essen wurde noch etwas getrunken - eine feucht fröhliche Stimmung. :-) Ich hatte meinen Großvater nicht einmal aus den Augen gelassen. Jeden Moment nahm ich bewusst auf und speicherte in sorgfältig in meinem Kopf ab. In einem lichten Moment kam er sich unbeobachtet vor. Ich konnte genau sehen, dass er ganz intensiv nachdachte. Erst schaute er erfreut in die Runde und dann senkte er den Kopf. Das war genau der Moment, in dem er über seine OP nachgedacht hatte. Eben waren seine Augen noch erfreut, doch nun sahen sie klein und panisch aus.

Danach lebte mein Großvater nur noch knapp zwei Jahre. Er war ein toller Mann – lustig und immer für seine Familie da. Ich habe ihn lange Zeit vermisst – bis es Alltag wurde,dass er nicht mehr da war.

Ich hätte nie anfangen dürfen zu rauchen! Das sagt sich so leicht. Leicht vor allem für Nichtraucher. Der Mensch tut Fehler! Der Mensch ist schwach! Der Mensch ist aber auch ein Wunderwerk! Er kann aus seinen Fehlern lernen und er kann sich selbst heilen!

Das Projekt Rauchschwalbe ist schon lange geplant! Jeder der mit dem Rauchen aufhören möchte, muss seinen eigenen Weg finden. Ich brauche dafür einen Plan, eine Vorgehensweise und eine schöne Zielformulierung.

Ich habe Angst! Das Rauchen war eine gewisse Zeit ein Teil von mir. Es macht mir Sorge, dass sich mein Naturell verändern könnte oder dass ich dick werde.

Deswegen gehe ich die Sache so sorgfältig an. Drei Wochen lang habe ich einen Plan entwickelt. Heute ist er fertig geworden. Es war mir wichtig, dass alle daran teil haben können – als Unterstützung, als Hilfe und weil es sich einfach gut anfühlt :-)

Und Morgen stelle ich Euch den ersten Teil meines Plans vor.

Gute Nacht
Tina

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