Dienstag, 7. Februar 2012


Darf ich Euch vorstellen? Liebe neue Laufschuhe das sind meine Blog-Leser :-)

Ja, heute habe ich mir Laufschuhe gekauft. Kann man auf dem Bild erkennen, dass diese Schuhe tatsächlich neon-gelb und silbern sind? Man muss immer das Positive sehen: Mit diesen leuchtend gelben Dinger wird mich sicherlich nie und nimmer ein Auto überfahren :-D

Trotz dem fragwürdigen Aussehen, war es Liebe bei der erste Anprobe. Meine Güte sind diese Schuhe bequem und leicht. Das Aussehen spielte für mich nur eine Nebenrolle. Als ich mich für den Kauf entschieden habe, dachte ich mir. wahrscheinlich werde ich mir die halbe Lunge raus kotzen nach meinem ersten Lauftraining und gerade dann möchte ich wenigstens bequeme Schuhe tragen.

Wenn ich aufhöre zu rauchen, dann sucht sich der Körper eine Ersatzbefriedigung – meist Essen. Essen ist wundervoll – ich hätte nichts dagegen mehr zu essen. ABER, ich möchte nicht dick werden. Ich liebe meine jetzige Figur – nicht zu dick und nicht zu dünn.

Erhalte dir, was dir lieb ist und gib auf ,was du los werden willst!

In diesen Sinne möchte ich handeln.Schwierige Situationen erfordern besondere Maßnahmen.

Maßnahme Nr.1 : Drei mal in der Woche Lauftraining

Samstag, 4. Februar 2012


Mein Ziel

Endlich Nichtraucher! Ein besseres Leben! Gesund und glücklich ins neue Jahr! Wie abgedroschen hört sich das denn an? Bei der Zielformulierung habe ich es mir echt schwer getan. Keiner dieser Sätze hat mich dazu gebracht zu denken – ja ich will das!
Irgendwie soll sich doch die ganze Sache nach mir anhören! Also was könnte mich dazu bringen eine schlechte Eigenschaft aufzugeben?...Kleinigkeiten! :-)

Der Geruch:
Ich mag es total gerne, wenn etwas oder Jemand gut riecht. Manchmal verbringe ich lange Zeit in einer Parfümerie und probiere alle neuen Düfte aus. Der Geruchssinn ist so toll. Mir ist es schon oft passiert, dass ich eine Straße entlang ging und mir plötzlich ein bekannter Duft in in die Nase stieg, der mich an eine bestimmte Zeit in meinem Leben erinnert hat. Kennt ihr das auch? Oder wenn man großen Hunger hat und dann den Geruch von Essen wahr nimmt – Pizza und Pasta, dann spielt alles im Körper verrückt. Der Magen fängst an zu arbeiten und man empfindet absolute Freude. Punkt EINS ist der Geruch. Wir Raucher riechen nicht gut. Das ist eine Tatsache.

Die Zukunft:
Ich saß in einem Eiscafé letzten Sommer. Es war einer dieser schönen lauen Sommer-Nachmittagen. Plötzlich ging eine junge Mutter an mir vorbei. Sie hatte ihr Baby in einem Wickeltuch um sich geschnallt und rauchte eine Zigarette. Der Rauch zog dem Baby direkt ins Gesicht. In diesem Moment dachte ich mir, so möchte ich nie und nimmer sein, Ich finde, wer rauchen möchte, der soll es tun (wie ich). Doch wenn ein anderer – kleiner Mensch im Spiel ist – dann geht das nicht! Man hat eine Verantwortung! Ich weiß nicht ob ich jemals Kinder bekommen werden. Doch ich möchte mir eine Tür aufhalten – die es mir ermöglicht ein Kind gesund aufzuziehen. Mein fiktives Kind soll nicht Passivraucher werden.

Die Schönheit:
Ich bin ein Mädchen. Ich lackiere mir die Fingernägel und Fußnägel. Hin und wieder trage ich eine Gesichtsmaske auf. Mein Aussehen ist mir einfach wichtig. Wenn man raucht dann altert man schneller. Die Haut wird grau und man bekommt Falten. Falten sind nicht schlimm, wenn sie positiv sind beispielsweise Lachfalten. Raucherfalten sind negative Falten und nicht schön.

Die Lebensqualität:
Ich möchte mein Leben so führen können, wie ich will. Ich möchte nicht von jemandem abhängig werden. Ich möchte nicht irgendwann in einem Krankenhaus oder in einem Pflegeheim landen. Voraussetzung dafür ist es gesund und aktiv zu bleiben. Wenn ich weiterhin rauche, wird das Risiko für bestimmte Krankheiten immer größer. Somit verringert sich auch die Chance,dass ich später meine Rente auf den Kopf hauen kann, indem ich durch die Weltgeschichte reise, mir ein verrücktes Hobby suche oder mir ein Häuschen in Südfrankreich kaufe. Wer weiß schon, wie ich sein werde, wenn ich alt bin? Vielleicht will ich dann Orchideen züchten – der Klassiker :-). Und das kann ich dann nicht mehr.

Geruch, Zukunft, Schönheit und Lebensqualität – So nun haben wir nur vier Worte. Wie bringe ich diese nun zu einem Ziel zusammen?

Schön und dufte erhalte ich mir meine Lebensqualität und blicke in eine gesunde Zukunft

Naja, hört sich etwas lustig an - dann passt es ja zu mir.

Der Zeitpunkt

Normalerweise hören die Leute an Silvester auf zu rauchen – ein guter Vorsatz, der so häufig nicht eingehalten wird. Ich bin da realistischer. Als Rheinländerin und somit auch als Karnevalistin wäre es nicht sinnvoll kurz vor der Rathaus-Stürmung das Rauchen aufzugeben. Es würde das ganze Projekt gefährden.
Ich werde am 24.02.12 meine letzte Zigarette rauchen.

Erst wird Karneval gefeiert! Am 20.02 (Rosenmontag) fliege ich dann beruflich fünf Tage weg und komme am 24.02 wieder hier in Deutschland an.

Es hört sich vielleicht jetzt etwas theatralisch an, aber ich denke ich brauche das Drama :-), denn mein Plan ist es, sobald ich den deutschen Boden wieder unter den Füßen habe, werde ich das Rauchen für immer aufgeben.

Ich habe so einige Maßnahmen geplant, die mir helfen werden. Vieles ist sehr lustig und eigentlich untypisch für ein Rauch-frei-Projekt. Wie ich schon erwähnt habe – jeder muss seinen eigenen Weg finden und mein Plan hat mich jetzt schon dazu gebracht, dass ich mich sogar auf diese Zeit freue. :-D

Freitag, 3. Februar 2012


Gestern habe ich die Einleitung meines Projektes geschrieben. Ich musste eine Nacht darüber schlafen. Doch heute morgen bin ich mit dem gleichen guten Gefühl wach geworden. Es ist richtig, notwendig und gut, dass alle Bescheid wissen.

Wer versagt schon gerne! Deswegen habe ich den Schwierigkeitsgrad etwas höher gesetzt. Die Frage muss nun heißen: Wer versagt schon gerne, wenn alle Bescheid wissen?
Der erste Schritt meines Projektes war es, alle meine Freunde, meine Bekannten und meine Familie einzuweihen. Das ist heute passiert – mit einer Sammelmail, über fb und telefonisch.

Also Guten Abend...Hallo! Seid ihr alle gut drauf :-D

Das war der erste Schritt. Und morgen kommen wir zu dem eigentlichen Projekt.

Mittwoch, 1. Februar 2012

  Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) ist ein Zugvogel, sehr schlank mit gegabeltem und langem Schwanz und der Rücken ist blau-schwarz, metallisch glänzend.

Ich habe keine Ahnung warum dieses schöne Tier Rauchschwalbe heißt - wahrscheinlich, weil die Kehle der Rauchschwalbe kastanienbraun bis schwarz ist.

Meine Kehle oder besser gesagt meine Lunge ist bestimmt auch schwarz. Deswegen habe ich dieses – für mich große Projekt – auch „Projekt Rauchschwalbe“ genannt.

Heute ist der 01.02.2012. Das heißt für mich: Mein Projekt startet!

Obgleich ich eben noch eine Zigarette ausgedrückt habe, finde ich trotzdem, dass die Vorbereitung eines solchen Projektes auf jeden Fall festgehalten werden MUSS.

Ich bin 31 Jahr alt. Gott sei dank, habe ich gute Gene vererbt bekommen (Danke Mama). Daher werde ich immer jünger geschätzt. Ich weiß, dass bei einem solchen Projekt, das Aussehen nicht im Vordergrund stehen sollte – vielmehr die Gesundheit. Dennoch spielt es eine wesentliche Rolle für mich. Ich möchte einfach nicht mit Vierzig aussehen wie eine alte Ledercouch :-)

Die Gesundheit – das leidige Thema Gesundheit, wir setzten voraus, dass wir alle gesund bleiben. Wir wünschen uns zu jeder Gelegenheit Gesundheit. Wir sagen sogar Gesundheit, wenn jemand niest oder wenn wir anstoßen. Das Thema Gesundheit ist zu einer formalen Redewendung geworden. Wenn ich zu einer fremden Person, die im Fahrstuhl genießt hat ,“ Gesundheit“ sage, dann ist das zwar nett, aber bin ich mir wirklich bewusst, was ich gerade gewünscht habe? Ich kann diese Frage mit einem klaren „NEIN“ beantworten. Gesundheit ist die Voraussetzung für Alles! Wir müssen gesund bleiben, um unser Leben so führen zu können, wie wir es möchten.

Wir verwenden Gesundheit so lange als Floskel, bis sie uns tatsächlich betrifft. Wenn wir selbst oder ein Mensch krank wird, der uns nahe steht, bekommt das Wort Gesundheit eine ganz andere Bedeutung.

Mein Großvater ist an Lungenkrebs gestorben. Als wir seinen letzten Geburtstag feierten, stand er kurz vor seiner ersten OP. Es war ein nettes Restaurant. Die ganze Familie und seine besten Freunde waren da. Nach dem guten Essen wurde noch etwas getrunken - eine feucht fröhliche Stimmung. :-) Ich hatte meinen Großvater nicht einmal aus den Augen gelassen. Jeden Moment nahm ich bewusst auf und speicherte in sorgfältig in meinem Kopf ab. In einem lichten Moment kam er sich unbeobachtet vor. Ich konnte genau sehen, dass er ganz intensiv nachdachte. Erst schaute er erfreut in die Runde und dann senkte er den Kopf. Das war genau der Moment, in dem er über seine OP nachgedacht hatte. Eben waren seine Augen noch erfreut, doch nun sahen sie klein und panisch aus.

Danach lebte mein Großvater nur noch knapp zwei Jahre. Er war ein toller Mann – lustig und immer für seine Familie da. Ich habe ihn lange Zeit vermisst – bis es Alltag wurde,dass er nicht mehr da war.

Ich hätte nie anfangen dürfen zu rauchen! Das sagt sich so leicht. Leicht vor allem für Nichtraucher. Der Mensch tut Fehler! Der Mensch ist schwach! Der Mensch ist aber auch ein Wunderwerk! Er kann aus seinen Fehlern lernen und er kann sich selbst heilen!

Das Projekt Rauchschwalbe ist schon lange geplant! Jeder der mit dem Rauchen aufhören möchte, muss seinen eigenen Weg finden. Ich brauche dafür einen Plan, eine Vorgehensweise und eine schöne Zielformulierung.

Ich habe Angst! Das Rauchen war eine gewisse Zeit ein Teil von mir. Es macht mir Sorge, dass sich mein Naturell verändern könnte oder dass ich dick werde.

Deswegen gehe ich die Sache so sorgfältig an. Drei Wochen lang habe ich einen Plan entwickelt. Heute ist er fertig geworden. Es war mir wichtig, dass alle daran teil haben können – als Unterstützung, als Hilfe und weil es sich einfach gut anfühlt :-)

Und Morgen stelle ich Euch den ersten Teil meines Plans vor.

Gute Nacht
Tina